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Fix Point – Der Shop für Handyreparatur am neuen Standort

Zum 01. November 2017 eröffnete Fix Point mit den Geschäftsführer Mirtion Gashi und Oleg Kokorin das neue Ladenlokal direkt am Siegesdenkmal. Definitiv Grund genug für uns, einen Blick hinter die Kulissen des jungen Unternehmens zu werfen! Der Umzug war nicht weit, denn die alten Räumlichkeiten liegen nur wenige Meter entfernt, doch der neue Shop bietet neben einer besseren Sichtbarkeit für die Kunden viele Möglichkeiten, allen voran mehr Platz, sowohl im Verkaufsbereich, als auch für die Reparatur und das Ersatzteillager.

Die Fix Point Filiale in Freiburg am neuen Standort direkt am Siegesdenkmal.

Immer wieder fragen wir uns: Wie erkennen wir als Laien, ob es sich bei dem Geschäft meiner Wahl um einen mehr oder weniger seriösen Fachmann handelt? Und wann lohnt es sich eine Handyreparatur in Anspruch zu nehmen? Oder rentiert sich in den meisten Fällen der Neukauf dann doch mehr? Die Profis liefern uns die Antworten!

Fix Point ist Spezialist für Handyreparaturen. Deshalb wollen wir zunächst wissen: Woran erkennt man eine gute und seriöse Handyreparatur?

“Die zwei wichtigsten Punkte sind Transparenz und ein gutes Gefühl. Dazu gehört, dass man von den Mitarbeitern gut aufgenommen und kompetent beraten wird und am Ende zufrieden den Laden verlässt. Dieses gute Gefühl lässt sich aber natürlich auch an einigen harten Fakten festhalten, vor allem aber an der Transparenz, mit der ein Auftrag ausgeführt wird.” – Mirtion Gashi

Transparenz bedeutet bei Fix Point unter anderem, dass der Kunde einen permanenten Zugriff auf seinen Reparaturstatus hat. Außerdem gehören zu jedem Auftrag ein Abholschein sowie eine Auftragsbestätigung. Darin wird die gesamte Vereinbarung einschließlich des Kostenrahmens genau festgehalten.

“Während einer Reparatur werden für den Kunden im Nachhinein keine weiteren versteckten Kosten auftauchen, weil zum Beispiel noch dieser oder jener Schaden festgestellt und behoben wurde. Ein solches Vorgehen wäre in unseren Augen unseriös.” – Mirtion Gashi

Für den Fall, dass im Laufe der Reparatur doch weitere Schäden aufgedeckt werden sollten, wird mit dem Kunden auf jeden Fall nochmal Rücksprache gehalten. Das Gleiche gilt für alle zusätzlichen Kosten: Für die Reparatur wird immer ein Festbetrag vereinbart. Wenn dieser unterschritten wird, aber im Laufe der Reparatur ein anderer Fehler auftauchen und der Preis wieder ansteigen sollte, so wird mit dem Kunden Rücksprache gehalten und das Go für die zusätzliche Reparatur eingeholt.

Für das Team von Fix Point gehören zu einem seriösen Auftreten am Ende eines Auftrags die Rechnungsstellung und die Garantie. Denn Garantiefälle sind zwar äußerst selten, können aber, wie in jeder Branche, vereinzelt doch vorkommen. Derzeit liegt die Garantie auf die Reparatur bzw. auf das verbaute Ersatzteil bei sechs Monaten.

“Die Qualität unserer Arbeit und unseres Services ist so gut und stabil, dass wir als Zusatzleistung für unsere Kunden die Garantie auf ein Jahr erweitern wollen.” – Oleg Kokorin

Eine transparente Abwicklung der Reparatur ist bei Fix Point Standard.

Kann denn der Preis der Dienstleistung als Indiz für bessere oder schlechtere Qualität dienen?

Wir erfahren, dass auf dem Markt Produkte in unterschiedlichen Qualitätsstufen angeboten werden. Die unterschiedliche Qualität spiegelt sich in den Preisunterschieden wider. Das ist der Grund, warum Preise variieren können. Wenn auf dem Markt also Dienstleistungen bzw. Produkte zu einem geringeren Preis angeboten werden, kann man grundsätzlich davon ausgehen, das dies auf den Einkaufspreis der verbauten Ersatzteile und letztendlich auf eine niedrigere Qualitätsstufe zurückgeführt werden kann.

“Uns ist ein hoher Standard wichtig und wir möchten unseren Kunden immer die beste Qualität bieten. Deshalb verbauen wir immer Produkte der höchsten Qualitätsstufe. Dementsprechend kann sich das natürlich am Preis spiegeln. Auf dem Freiburger Markt sieht die Situation grundsätzlich so aus, dass die Preise mehr oder weniger auf der gleichen Stufe stehen. Abweichungen resultieren dann meistens eben aus der besseren oder nicht ganz so guten Qualität der Ersatzteile, die verbaut werden.” – Oleg Kokorin

Dann stellt sich uns aber die Frage: Müssen es immer Originalteile sein oder kann man auch auf Produkte alternativer Hersteller zurückgreifen?

Fix Point bietet bei Produkten, zu denen Originalteile auf dem Markt erhältlich sind, diese auch an, wie zum Beispiel bei Geräten der Marken Samsung oder Huawei. Im Fall von Apple werden so gut wie nie Originalteile angeboten, die Ausnahme stellen Shops mit einer Apple-Zertifizierung dar. Und selbst diese verbauen nicht immer das Originalersatzteil, sondern greifen auf alternative Produkte hoher Qualitätsstufen zurück.

Das Team von Fix Point hat die Produkte aller Qualitätsstufen selbst getestet und bietet eine Auswahl an, die mit dem Kunden abgesprochen wird. Hier kommt wieder das Prinzip der Transparenz zum Tragen: die Mitarbeiter informieren den Kunden über alle Möglichkeiten und der Kunde wählt, welches Ersatzteil verbaut werden soll.

Ein großes Ersatzteillager ermöglicht eine schnelle Reparatur, sodass im Regelfall das Gerät noch am gleichen Tag abgeholt werden kann.

Grundsätzlich können alle Geräte, für die Ersatzteile auf dem deutschen Markt erhältlich sind, von Fix Point repariert werden. Bei ganz alten oder sehr exotischen Geräten kann es sich manchmal als sehr schwierig gestalten, weil die Ersatzteile nicht mehr auf dem Markt erhältlich sind. In einem solchen Ausnahmefall wird der Kunde direkt bei der Annahme darüber informiert und das Gerät gar nicht erst angenommen. Denn es bringt nichts, das Gerät zu öffnen und nach dem Fehler zu suchen, wenn die Ersatzteile ohnehin nicht beschaffen werden können. Fix Point spart dadurch Zeit, der Kunde unnötige Kosten.

Ganz neue Produkte bzw. Modelle, die auf dem Markt erscheinen, stellen für die Profis ebenfalls kein Problem dar.

“Für uns ist es grundsätzlich wichtig, dass sobald ein neues Produkt bzw. Modell auf den Markt kommt, wir intern das Gerät analysieren, es probeweise reparieren und alle Mitarbeiter darin geschult werden.” – Oleg Kokorin

Die häufigsten Schäden entstehen in Alltagssituationen und beim Feiern. Ein Klassiker ist der Wasserschaden. Was aber tun, wenn das Kind in den Brunnen bzw. das Gerät ins Wasser gefallen ist?

Die Experten empfehlen, das Handy im besten Fall auszumachen und wenn die Möglichkeit besteht, den Akku zu lösen, damit es an keine Stromquelle mehr angeschlossen ist. Wenn das Gerät ins Wasser gefallen ist und es sich selbst ausgeschaltet hat, sollte man auf gar keinen Fall versuchen, es nochmal anzumachen oder es an das Ladekabel anzuschließen! Durch Kurzschlüsse kann auf diese Art und Weise ein noch viel größerer Schaden am Gerät entstehen. Im Regelfall verfügt ein Handy nämlich über einen Schutzmechanismus, das es automatisch ausschaltet, sobald dieses ins Wasser fällt. Bringt man das Handy dann so bald wie möglich zum Profi, kann das Gerät normalerweise gut repariert werden.

Wenn euch schon immer mal interessiert hat, wie so eine Handyreparatur tatsächlich aussieht, hier ein Beispiel:

Posted by Fix Point – Karlsruhe on Freitag, 14. Juli 2017


Wie können wir denn unsere Handys am besten schützen, damit es gar nicht erst zu solchen Pannen kommt, bzw. wir den Schaden so gering wie möglich halten?

Grundsätzlich bietet Fix Point zwei Optionen von Schutz: zum einen gibt es den manuellen Schutz z.B. in Form von Panzerglas für den vorderen Bereich sowie ein Case für den hinteren Bereich.

Natürlich könnt ihr das Gerät auch versichern, das geht auch direkt im Shop. Ein Vorteil einer solcher Versicherung direkt vor Ort besteht unter anderem darin, dass ihr das Gerät im Schadensfall auch wieder im Shop reparieren lassen könnt. Ihr müsst es also nicht erst irgendwo einschicken und eine lange Reparaturdauer von teilweise mehreren Wochen in Kauf nehmen. Bei Fix Point kann das Gerät im Regelfall noch am gleichen Tag wieder abgeholt werden.

Wir erinnern uns noch an die Zeit, als der Akku des guten alten Nokia 3310 uns (gefühlt) über Tage, wenn nicht sogar Wochen einen treuen Dienst erwiesen hat und dem Gerät kaum ein Sturz etwas anhaben konnte! Im Gegensatz dazu scheinen sich die heutigen Smartphones an Empfindlichkeit regelrecht zu überbieten… oder liegen wir da mit unserer Vermutung falsch?

“Die heutigen Produkte sind viel komplexer von ihren Funktionen her und damit einhergehend auch in ihrer Bauweise. Deshalb können Schäden an vielen verschiedenen Stellen entstehen, auch dort, wo diese nicht auf den ersten Blick zu erkennen sind und sich erst nach einiger Zeit zeigen. Was den Akku betrifft, so ist das LCD-Display definitiv der Akkufresser schlechthin.” – Oleg Kokorin

Zum Glück bekommen wir aber einen Tipp, wie wir unseren Akku am besten schonen bzw. seine Lebensdauer nicht zusätzlich verkürzen:

“Ein optimales Ladeverhalten erfolgt nach dem 30-70-Prinzip, d.h. wenn der Akku 30% oder weniger anzeigt, sollte man das Ladekabel einstecken. Und wenn es mindestens 70% oder mehr geladen hat, kann das Gerät wieder vom Ladekable getrennt werden. Alles, was zwischen 30 und 70% passiert, macht den Akku kaputt. Der Akku “merkt” sich nämlich, dass immer nur die Hälfte der Kapazität genutzt wird, und löscht das restliche, vermeintlich nicht gebrauchte Ladevolumen. Wir empfehlen außerdem immer darauf zu achten, mit welcher Art von Kabel geladen wird. Denn ein nichtoriginales Kabel oder ein Kabel mit schlechter Qualität kann den Akku ebenfalls beschädigen.” – Mirtion Gashi

Bei Fix Point könnt ihr euer Smartphone nicht nur reparieren lassen, sondern auch vorsorgen, sodass es nicht so schnell zu einem Reparaturfall kommt.

Mittlerweile kann man bei Fix Point auch Neugeräte kaufen. Diese Option empfielt das Team insbesondere dann, wenn sich das alte Gerät als nicht mehr reparabel erweist bzw. die Reparaturkosten die Kosten einer Neuanschaffung übersteigen würden. Zwar gibt es im Shop keinen Showroom im eigentlichen Sinne, trotzdem kann der gesamte Kaufvorgang im Shop getätigt werden. Das bestellte Gerät wird dann entweder in den Shop oder direkt zu euch nach Hause geliefert.

Weil wir allzu oft davon ausgehen, dass eine Handyreparatur ohnehin sehr teuer ausfallen würde, lassen viele von uns ihr Handy gar nicht erst reparieren, sondern nehmen den Schaden in Kauf (wenn es sich zum Beispiel “nur” um eine Spiderapp handelt) oder es wird direkt ein neues Gerät angeschafft. Zu Recht?

“Tatsächlich ist es so, dass Geräte vieler Hersteller in der Reparatur verhältnismäßig günstig sind. Natürlich kommt es auch immer darauf an, wie schwerwiegend der Fehler ist oder ob es sich gleich um mehrere Fehler an einem Gerät handelt. Bei mehreren Fehlern summieren sich die Kosten. Dann kann sich eine Neuanschaffung auch mehr rentieren.” – Mirtion Gashi

Als ein zusätzliches Angebot bietet Fix Point seit rund einem halben Jahr eine Online-Reparatur an. Damit möchte das Team auch die Kunden die weiter weg wohnen, die Möglichkeit bieten, eine Reparatur von Profis in Anspruch nehmen und vom Service und der Qualität von Fix Point profitieren zu können. Auch bei Einsendungen wird auf eine zügige Bearbeitung Wert gelegt: im Regelfall kann ein eingeschicktes Gerät nach 24 Stunden wieder zurückgesendet werden.

Für alle unter euch, deren iPhone über die Feiertage in Mitleidenschaft gezogen wurde: das Team von Fix Point hat seine Winteraktion bis zum 31.01. verlängert!

Transparenz bei den Kosten, qualitativ hochwertige Ersatz- oder Originalteile, Versicherung vor Ort, zügige Bearbeitung und echte Fachmänner – alles gute Gründe für das kompetente und seriöse Team von Fix Point, wenn das Handy mal kaputt geht!

Alle Infos zum Shop findet ihr auch auf Facebook und im Web.

APPLE WATCH REPARATUREN – SERIE 1

So läuft eine Display-Reparatur

Erinnert ihr euch noch an die gesplitterte Apple Watch meiner Frau? Das gute Stück ist jetzt wieder heile. Aber wie lief die Reparatur?

Es ist sicherlich schon vielen von uns passiert: Das iPhone fällt zu Boden, das Display ist gesplittert. Doch während man das iPhone relativ kostengünstig reparieren kann, vor allem dank der vielen lokalen Service-Anbieter ist das kein großes Problem, sieht es bei der Apple Watch schon ganz anders aus. Und die smarte Uhr verpackt man auch eher ungern in eine Schutzhülle, für den Alltag wäre das schon etwas übertrieben. So kam es letztlich, wie es kommen musste: Schwerkraft und Fliesen gegen die Apple Watch, dieses Duell hatte einen klaren Sieger.Apple selbst bietet bei der Apple Watch abgesehen von einem Akku-Austausch nur einen Komplett-Austausch der Uhr an. Und der ist nicht gerade günstig, bei der Apple Watch Series 3 mit Mobilfunk ist man mit über 300 Euro dabei. Die Gebühr für die Apple Watch Series 1 hat Apple im September dagegen sogar um 20 Euro gesenkt, bei immer noch verbleibenden 220,90 Euro fehlt aber nicht mehr viel bis zu einer komplett neuen Uhr.

Nur wenige Anbieter reparieren die Apple Watch

Nun ist es leider gar nicht mal so einfach, einen externen Reparatur-Service zu finden. Während Smartphones mittlerweile an jeder Straßenecke ausgetauscht werden, sieht es bei der Apple Watch ganz anders aus. Erst eine längere Google-Suche und einige Tipps aus euren Kommentaren haben mich zu rund einer Hand voll Dienstleistern geführt, von denen aber nur einer einen halbwegs akzeptablen Preis anbietet: Fix-Point aus Freiburg und Karlsruhe.Dort wird die Display-Reparatur für die Apple Watch Series 1 für 149 Euro angeboten, das 42 Millimeter große Modell wird für 159 Euro repariert. Im Vergleich zum Display-Austausch beim iPhone ist das sicherlich kein Schnäppchen, am Ende aber merklich günstiger als bei Apple selbst. Solange die Apple Watch ansonsten noch intakt ist, spart man doch gerne 70 Euro.Die Abwicklung der Reparatur war selbst kein großes Problem. Die defekte Watch habe ich als DHL-Paket an einem Freitagmittag losgeschickt, bereits am darauf folgenden Dienstag wurde die reparierte Apple Watch um kurz nach 15 Uhr wieder bei der Post abgegeben und war kurze Zeit später wieder bei mir. Hier kann man echt nicht meckern, denn auch in Sachen Qualität war kein Unterschied zum Original erkennbar.

Display-Tausch bei Series 2 und Series 3 bald auch möglich

Warum es nur so wenige Anbieter gibt? Das hat drei Gründe: Zunächst einmal gibt es deutlich weniger Kundschaft als beispielsweise in Sachen defekter iPhones, das liegt in der Natur der Sache. Zudem ist die Reparatur im Vergleich zu Smartphones viel komplizierter. Der Hauptgrund für die geringe Auswahl und die hohen Preise ist aber ein anderer: Es ist unglaublich schwierig, an die Display-Einheiten bestehend aus Glas und LCD-Bildschirm zu kommen.Selbst Fix-Point, die unsere Series 1 erfolgreich repariert haben, bietet aktuell nur einen Display-Austausch für dieses Modell an. Ersatzteile für die mittlerweile nicht mehr direkt bei Apple erhältliche Series 2 und die neue Series 3 sind noch nicht verfügbar. An diesem Status soll sich laut Fix-Point in den kommenden Wochen aber etwas ändern, bis dahin solltet ihr eure Apple Watch lieber nicht fallen lassen.

Quelle: https://www.appgefahren.de/die-apple-watch-ist-wieder-heile-so-laeuft-eine-display-reparatur-209659.html

Die neuen Superhelden:

Ein Tag in einer Handywerkstatt

Der wahre Superheld unserer Generation: die Handywerkstatt. Denn ohne das Smartphone könnten wir nichts regeln. fudder-Autorin Laura Wolfert war einen Tag lang in der Freiburger Handywerkstatt Fix Point. Sie hat zugeschaut, wie kleine Welten gerettet wurden: 
Selbst Batman hatte seinen Superhelden. Wenn seine Gadgets kaputt sind, kann er niemanden mehr retten. Nicht mal mehr fliegen. Deshalb besucht er seinen Ingenieur – bekannt als Lucius Fox – und lässt sie reparieren.

„Es ist mir einfach auf den Boden gefallen, dann war es futsch“, sagt ein Mann Mitte 50. Er sieht niedergeschlagen aus. Das Handy auch: Über das Display laufen Risse und tiefe Kratzer – „Spider-App“ sagen junge Leute. „Es ist das Handy meiner Frau. Kann man das noch retten?“

Unsere Generation ist ein bisschen wie Batman. Wehe, das Gadget Nummer Eins – unser Handy – funktioniert nicht mehr. Dann sind wir aufgeschmissen. Der wahre Held, der Lucius Fox unserer Zeit: Das ist die Handywerkstatt. In Freiburg – nicht Gotham City – sind das Johannes Dinges, Oleg Kokorin, Mirtion Gashi und Deha Balkiş. Die vier Männer gehören zu Fix Point, einer Handywerkstatt am Siegesdenkmal.

Johannes nimmt das iPhone des Mannes entgegen. „Er hat sich gestern schon angekündigt, dass er es heute schnell reparieren lassen will“, sagt er. Kein Problem, der 25-Jährige braucht dafür gerade mal zehn Minuten.

Big.fm statt Batmobil


Der Laden hat ein kleines Foyer mit einer Couch. Alles in grün. Hinter der Theke ist abgegrenzt der Reparaturbereich. Viel Platz ist nicht, doch es reicht, um mit einem Bürostuhl entlang der Werktische hin und her zu rollen. In einem Regal liegt alles, was noch bearbeitet werden muss: Notebooks, Laptops, Tablets, Handys.

Dazwischen stehen viele Ordner und eine Kiste mit Schrott: zerstörte Bildschirme und Handyhüllen – sieht aus, als seien es Requisiten-Reste aus dem Film Transformers. Dazu steht in der Ecke noch ein kleiner Kühlschrank, es läuft Big.fm. Zugegeben, ein Batmobil passt hier nicht rein, aber die ganze Sache scheint trotzdem zu funktionieren.

„Wanja“, „Oleg“ und „Miri“: Das steht auf drei Plakaten, die an der Wand kleben. Die i-Pünktchen sind Herzchen – niedlich. Unter den Namen stehen ein paar Notizen. „Wir hatten eine Konferenz und haben aufgeschrieben, was wir noch besser machen können. Schließlich wollen wir noch weitere Filialien von Lörrach bis nach Karlsruhe eröffnen“, sagt Johannes, dessen Namen auf Russisch Wanja heißt. Das Geschäft laufe sehr gut, schließlich kämen viele Kunden aus Luxemburg, Frankreich und der Schweiz.

Nerds: die neuen Mafiosi


Alles ist sauber. Zugegeben hat der Laden – anders als gedacht – mehr Nerd- als Mafiosi-Faktor. Nur die Gangster-Musik aus dem Laptop bestätigt etwas das Klischee, vor dem viele Angst haben: Irgendwelche Jungs, die in ihrem Wohnzimmer an fremden Handys werkeln, den Preis wie auf einem Bazar verhandeln und das geschrottete Smartphone mit Fake-Ersatzteilen noch unbrauchbarer machen, als es sowieso schon ist. Bei Fix Point sei das anders. „Wir sind die Besten“, sagt Johannes.



Der Werkplatz sieht auch nicht nach „Wohnzimmer“ aus: Auf einer ESD-Matte wird das Handy des Mannes bearbeitet. Mehrere Schraubenzieher, Lupen, Lötkolben, Platten und andere Werkstücke sind ordentlich verstaut. Johannes trägt dazu ein ESD-Bändchen mit Kabel, das die Geräte vor Stromschlägen schützt.

Handys im Reis und Bächle


Der Bildschirm des Handys ist kaputt – üblich. Johannes stellt einen Sack Basmati-Reis, eingepackt in eine Plastiktüte, auf den Tisch. „So etwas kam auch schon vorbei.“ Der Kunde hat sein Handy dort verpackt, weil es einen Wasserschaden hatte. Reis entzieht Feuchtigkeit – clever.

Solch abstruse Geschichten kommen häufiger vor. Ein Samsung S6 ist ins Bächle geflogen – wollte wohl einen Freiburger heiraten. Dann kam ein iPhone zur Reparatur vorbei, das gar kein iPhone, sondern ein chinesischer Fake war. Ein Nokia 3310 – aka „das Unkaputtbare Handy“ aus dem Jahr 2000 – liegt ebenfalls noch im Regal „zu erledigen.

Reparieren kann man fast alles. Der neue Bildschirm ist fertig, das Handy gerettet. Der Kunde strahlt, seine Frau wird sich freuen.

http://fudder.de/die-neuen-superhelden-ein-tag-in-einer-handywerkstatt